Rechtsanwält_innen

Sie haben ein Mandat in einer familiengerichtlichen Sache, welches bei einem Berliner Familiengericht rechtshängig ist? Sie gehen davon aus, die Sache könnte sich für die Mediation eignen und zumindest einer Partei hat Verfahrenskostenhilfe bewilligt bekommen?

Dann können Sie Ihre Mandantschaft über die Möglichkeit informieren, im Rahmen des Projekts BIGFAM an einer Mediation teilzunehmen.

Sofern seitens Ihrer Mandantschaft daran Interesse besteht, können Sie bei Gericht einen Mediationsversuch anregen. Das Gericht kann dann entweder nach § 36a FamFG verfahren, eine Mediation vorschlagen und das Verfahren aussetzen, wenn sich beide Beteiligte zur Durchführung einer Mediation entscheiden. Das Gericht kann ferner gemäß §§ 135, 156 Abs. 1 S. 3 FamFG anordnen, dass die Eltern an einem kostenfreien Informationsgespräch über Mediation bei BIGFAM teilnehmen und eine Bestätigung hierüber vorlegen. 

Sie können gerne auch mit uns Kontakt aufnehmen, um weitere Informationen zu erhalten.

Während des Mediationsprozesses können und sollen Sie natürlich Ihre/n Mandant_in weiter anwaltlich beraten. Anwaltliche Schriftsätze sollten allerdings ausschließlich aus Gründen der Rechtswahrung verfasst und bei Gericht eingereicht werden, da sie den Mediationsprozess stören könnten.

 

Für die Partei mit bewilligter Verfahrenskostenhilfe wird das Mediationsverfahren von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung finanziert und ist für sie kostenfrei. Für die Partei ohne bewilligter Verfahrenskostenhilfe beläuft sich der Kostenbeitrag nach ihrer Wahl auf einen Betrag von maximal 60 Euro pro Zeitstunde oder 2 % ihres Nettoeinkommens (maximal 60 Euro pro Zeitstunde). Ihnen ensteht kein Verwaltungsmehraufwand.