Was ist mediation?

Mediation ist ein außergerichtliches Verfahren zur Konfliktbeilegung.

Es ist gem. § 1 Mediationsgesetz ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien (auch Mediand_innen genannt) mithilfe eines oder mehrerer Mediator_innen freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.

Mediation strebt eine nachhaltige Lösung der Konflikte an, die es den Mediand_innen ermöglichen soll, zukünftig ihre Elternrolle wieder besser gemeinsam ausüben zu können.

In den meisten Konflikten werden Standpunkte vertreten, die miteinander unvereinbar scheinen. In der Mediation wird versucht, von dieser Entweder-Oder- / Richtig-oder-Falsch-Logik wegzukommen und zu einer Haltung zu gelangen, in der alle Standpunkte anerkannt werden können, sowie Lösungen zu finden, die den Interessen und Bedürfnissen aller Beteiligten gleichermaßen gerecht werden.

In der Mediation gehen wir davon aus, dass die Mediand_innen die Experten für die Lösung ihrer Konflikte sind, letzterer ihnen jedoch den Zugang zu ihren Ressourcen versperrt.

Bei einer Mediation bedienen sich die Mediator_innen bestimmter Frage- und Gesprächsführungstechniken und helfen somit, einen geordneten Verhandlungsverlauf einzuhalten und die dem Konflikt zugrundeliegenden Bedürfnisse der Beteiligten in den Fokus zu rücken. Dadurch verläuft eine Mediation sachlich und konstruktiv, ohne die Emotionen der Konfliktparteien zu ignorieren.

In der Mediation werden verschiedene Prinzipien beachtet.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem respektvollen Umgang miteinander. Auf diese Weise können die allermeisten Konflikte relativ rasch - je nach Komplexität des Konfliktes in 4 bis in der Regel nicht mehr als 10 Sitzungen - beigelegt werden.

Die Mediator_innen sind zur Allparteilichkeit bzw. Neutralität verpflichtet.